Grouven...
... wurde im Jahre 922 zum 1. Male genannt. Es gab mehrere Lesarten, u.a.
Gruondduvon. und Grouenouu
mitten durch den Ort führte die große Römerstrasse Köln - Bavai
Archäologische Funde in Grouven:
* 1857 fand man südlich der Römerstraße Richtung Elsdorf einen Sarkophag mit drei Steinköpfen.
* Neben der Kapelle wurden 1958 Reste von alten Häusern, gotisches Steinzeug und Gefäße aus dem 12. Jahrhundert gefunden
In Grouven galt ein Jahrhundert lang Heinsbergisches Recht, 1472 fiel es durch Erbschaft wieder an Jülich.
1499 verkaufte Herzog Wilhelm von Jülich-Berg an Johann von Ruischenberg
nach der französischen Besatzungszeit 1797, wurde der Ort dem Kanton Kerpen angegliedert
1816 entstand dann der Kreis Bergheim und Grouven gehörte zum Amt Heppendorf
Gegen Ende des 2. Weltkrieges, am 25. Februar 1945 marschierten in Grouven die Amerikaner ein. Der Ort wurde erheblich stärker in Mitleidenschaft gezogen als die umliegenden Orte. Eine deutsche Einheit hatte sich auf ihrem Rückzug im Ort verschanzt und leisteten hartnäckigen Widerstand.
Nach dem Krieg gehörte Grouven zum Amt Elsdorf, Gemeinde Heppendorf und hatte 334 Einwohner.
Die kommunale Neugliederung brachte 1975 die Gemeinde Heppendorf mit der Ortschaft Grouven unter heftigsten Protesten zur Gemeinde Elsdorf.
Markante Punkte in Grouven...
Die Kapelle St. Brigida ...

Kapelle St. Brigida nach der Zerstörung im 2. Weltkrieg
aus Kölnische Rundschau vom 22. April 1950
das Kölner Ursulastift erhielt damals von einem Hidibold zu seiner Grundausstattung Güter in Grouven.
Eine Kapelle mit angeschlossenem Hospital, das als Pilgerraststätte fungierte ist erst ab dem15. Jahrhundert bezeugt. Seit 1676 war die Kapelle St. Brigida der Vikarie der Pfarrkirche Berrendorf zugeordnet. Die Landesherrlichen Visitationsprotokolle von 1550 sagen aus, das in der Kapelle 3x pro Woche eine Messe gelesen wurde.
Die durch französische Truppen zerstörte Kapelle wurde 1684 errichtet und wurde 1949 durch einen umfangreichen
Saalanbau erweitert. 1948 bekam Grouven einen eigenen, allerdings von Berrendorf
abh
ängigen, Seelsorgebezirk.
Heute ist Grouven Filialkirche von Berrendorf. In der Kapelle St. Brigida wird jeden Donnerstag eine Heilige Messe gefeiert.
Nähere Informationen unter Pfarrei St. Michael in Berrendorf

Die Burg Grouven ...

(Foto aus HP freiwillige Feuerwehr Grouven)
... wurde erbaut im 18. Jahrhundert.
1933 wird der dort ansässige Gutsbesitzer Josef Hons zum Kreisbauernführer der Kreises Bergheim ernannt und fungierte 1935 als Beigeordneter im Amt Heppendorf.

Die Grouv ...
... ist
das
Naherholungsgebiet in unserem
Ort... Es wird behauptet, es wäre das schönste Fleckchen in der Gemeinde Elsdorf.
Der Weiher entstand vor ca. 200 Jahren aus einer Lehmgrube und hat eine Größe von fast 2 Hektar. Bänke rundum
der "Grouv" laden jeden Spaziergänger zum Ausruhen ein.

Hier kann man Wasservögel beobachten und am späten Abend sieht man, wenn man Glück hat, die Fledermäuse durch die Luft fliegen.

Im Winter hoffen alle Grouvener auf viele Tage unter dem Gefrierpunkt, die dazu führen, das der Weiher zu friert. Dann kommen Besucher sogar aus der weiteren Umgebung mit ihren Schlittschuhen zum Eislaufen und Eishockey spielen. Leider ist es in den letzten Jahren sehr selten der Fall und man muss schon die wenigen Tage nutzen.
Der
Sportfischereiverein kümmert
sich vorbildlich um die Sauberhaltung in und
rundum die "Grouv". Hierzu
gehören neben regelmäßige Prüfungen der Wasserqualität
und der Entrümpelung des Teiches auch die jährliche Pflege der Nistkästen in den Bäumen rund um den Grouvener
Weiher.
Das Schützen- und Bürgerhaus ...
Der Bereich befindet sich noch im Aufbau
Die Kneipe
"Grouvener Treff" ...
...die einzigste, übrig gebliebene Kneipe von ursprünglich 4 vorhanden Gaststätten in diesem kleinen Ort. Um das wohl der Gäste kümmern sich Josef + Anita (Tel.-Nr. 02274 9385151)
Eine vollautomatische Kegelbahn vorhanden, die nicht nur von den Grouvener Kegelclubs genutzt wird, sondern auch von vielen aus den umliegenden Ortschaften.
Aber auch sonst ist in der Gaststätte einiges los: Hier trifft man sich zum Karten und samstags zur Fußballbundesliga; einmal monatlich zum Stammtisch der Motorradfreunde und zum traditionellen Schnitzelessen; hier feiert man Karneval und das Oktoberfest, mit zu den Höhepunkten zählt der Oldieabend im November eines jeden Jahres.
Quellen zu den geschichtlichen Ausführungen:
Die Gemeinde Elsdorf - Band 1- von Christoph Hoischen
Die Gemeinde Elsdorf - Band 2- von Christoph Hoischen